Fröhlichen Mai!

Happy May 2012-1 © Stefanie Neumann - All Rights Reserved.

This post is also available in English language.

Nun haben wir also den Monat Mai erreicht, dessen Start laut dem keltischen Kalender den Beginn des Sommers mit dem Beltanefest kennzeichnet.  Dieses Fest zelebriert die Fruchtbarkeit des Seins und man kann es ebenso in der Natur beobachten:  Die Bäume werden wieder grün, die Wildkräuter strecken ihre Köpfe aus der Erde und die Tiere schließen ihre Partnerschaften.

Für mich begann dieser Mai mit einigen körperlichen Beschwerden und einiger Selbst-Ermächtigung.  Meine monatlichen Unterleibsschmerzen kamen zurück und bescherten mir eine ganz schöne Herausforderung.  Es gab Zeiten in meinem Leben, in denen diese Schmerzen so groß wurden, dass ich geweint habe, weil ich es nicht mehr ertragen konnte.  Wenn sie also jetzt wieder auftreten, werden sie oft von der Angst vor diesen großen Schmerzen begleitet.

Was ich tue, um da hindurch zu gehen, ist üblicherweise Atmen.  Ich praktiziere bewusstes sanftes Atmen.  Zudem begebe ich mich in einen Raum, wo ich in meinem eigenen Energiefeld bin.  Für mich als Empathin ist das manches Mal von vitaler Bedeutung, um meine eigene Verbindung zu meiner inneren Quelle zu erhalten.  Als ich vor einigen Tagen durch einen Anfall von schmerzhaften Wehen atmete, die den gesamten unteren Teil meines Körpers zusammenkrampfen ließen, bemerkte ich plötzlich etwas.

Ich atmete genau in dem Moment ein, als die Krämpfe noch stärker wurden.  Somit atmete ich diese (zufällig) buchstäblich ein.  Und dann öffnete sich etwas.  Es war, als hätte ich meinem Körper ein Zeichen von Akzeptanz gegeben, ein Zeichen von Ergebung in die Situation.  Ich hatte meinen Wiederstand dagegen für einen Moment sinken lassen.  Das hat den Schmerz nicht gelindert.  Doch was es getan hat, war dies:  Es machte die Situation erträglich.  Anstatt Energie für den Widerstand zu verbrauchen, war ich jetzt präsent im Moment und hatte all meine Energie um durch das zu gehen, was ich in diesem Moment ohnehin nicht vermeiden oder ändern konnte.  Ich erfahre das als einen Moment von Ermächtigung.  Ich habe mir selbst die Macht gegeben mit einer Situation umzugehen, jenseits von Vertrauen und Zweifel, welche ich bis zu jenem Moment als unerträglich wahrgenommen hatte.

Meine Frage an Dich lautet heute:

Wo bindest Du Deine Energie in Widerstand?  Gibt es Situationen in Deinem Leben, wo Du für Dich selbst mehr Leichtigkeit und Anmut erschaffen könntest, indem Du Dich in das ergibst, was ist?


Happy May 2012-2 © Stefanie Neumann - All Rights Reserved.