Roh

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Heute fühle ich mich, als würden meine Nerven blank liegen und der kleinste Lufthauch verursacht eine Empfindung von Überstimulation.

In einer Welt wo es immer noch üblich zu sein scheint, das Menschen über persönliche Konturen und Grenzen hinauspreschen ohne Respekt für ihren eigenen Atem Raum zu haben – noch für den der anderen – fühlt sich ein Zustand wie der oben beschriebene besonders herausfordernd an.  Manchmal fühlt es sich an, als müsste ich mich förmlich vor der Welt verstecken, um meine wunden, nackten Nerven vor dem belästigenden Lärm der üblichen gesellschaftlichen Interaktion zu beschützen.  Als müsste ich mich selbst einsperren, um die Freiheit zu haben, ich zu sein.

 Kennst Du dieses Gefühl?

Über die Jahre habe ich gelernt, dass es ein paar Dinge gibt, die ich tun kann.  Also, während ich sie selbst praktiziere, teile ich die Werkzeuge, welche  die Erfahrung mich gelehrt hat, falls sie ebenso hilfreich für andere sind.

Nehme was für Dich stimmt und lasse den Rest beiseite. 🙂

1.  Sei sanft zu Dir selbst.  Gebe Deinem inneren Kind die Liebe und Sanftheit, die es in diesem Moment verlangt.

2.  Sei Dir im Klaren darüber, was wirklich Dein ist.  Oft nehmen wir unbewusst Gefühle und verschiedene Energien von anderen auf.  Frage Dein Herz:  ‚Ist dies wirklich mein?‘

Wenn dem nicht so ist, lasse es gehen, mit all der Liebe die Du hast.

Wenn dem so ist, heiße es willkommen mit all der Liebe die Du hast.

3.  Sei Dir im Klaren darüber, worum es wirklich geht.  Ist es wirklich dieser plappernde Nachbar an der Bushaltestelle, der Dich belästigt?  Oder ist es vielmehr ein energetisches Muster, das Du in der Gesellschaft findest, welches sich in diesem Moment durch diesen Nachbarn ausdrückt?

4.  Erlaube Dir selbst gesunde Grenzen.  Sei Dir im Klaren, was Du brauchst und was Du nicht brauchst und erlaube Dir selbst, Dich auf klare und friedliche Weise abzuzeichnen von dem, was Du nicht brauchst.  Sage dem plappernden Nachbarn mit all Deiner Liebe, dass Du Dich momentan nicht nach einer Unterhaltung fühlst und gehe dann fort.  Wisse, dass es lediglich in Deiner Verantwortung liegt, wie Du Dich selbst nach außen gibst.  Es liegt nicht in Deiner Verantwortung, wie andere Dich wahrnehmen.  Sie sehen ohnehin, was sie zu sehen wählen.

Und bitte denke daran, dass Du Liebe und geliebt bist mit allem das Du bist in jedem Moment.

Alles ist gut.

 

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