Symbiose statt Fressen und Gefressen Werden

Symbiosis instead of Eat or Be Eaten © Stefanie Neumann - All Rights Reserved.

This article is also available in English language

Kürzlich habe ich im Fernsehen einen Bericht über Ongeim’l Tketau gesehen, auch bekannt als Quallensee und im südpazifischen Inselstaat Palau gelegen.  Es gibt dort eine interessante Quallenart, von der wir meiner Ansicht nach einiges in Bezug auf neuenergetische Lebensweise lernen können.

Viele Quallenarten ernähren sich ja, indem sie ihre Beute mit dem Nesselgift in ihren Tentakeln betäuben, um sie dann zu verdauen.  Andere ernähren sich von Algen.  Fressen und gefressen werden eben, wie man es bisher oft in der Natur beobachtet hat.

Die Medusen im Quallensee haben jedoch einen besonderen Weg für die Ernährung entwickelt. Anstatt Algen zu fressen, gehen sie eine Symbiose mit ihnen ein.   Und so in etwa funktioniert das:

Die Algen brauchen Licht um den Prozess der Photosynthese durchführen zu können.  Allerdings können sie sich im Wasser aus eigener Kraft nicht besonders gut fortbewegen und sind somit auf Strömung und Wellenbewegungen angewiesen, beziehungsweise ihnen ausgesetzt.  Die goldenen Quallen hingegen können sich leicht aus eigener Kraft im Wasser fortbewegen, doch sie brauchen Nahrung.  Die Symbiose von beiden Lebensformen beruht darauf, dass die transparente Qualle sich mit der in ihr lebenden Alge dem Licht folgend durch das Wasser bewegt.  Die Alge kann somit ihre Photosynthese durchführen und produziert dabei verschiedene Stoffe, die ausgeschieden werden, wie zum Beispiel Zucker und Spurenelemente, welche dann der Qualle als Nahrung dienen.

Diese Lebensweise lässt sich, finde ich, gut auf ein neuenergetisches Zusammenleben übertragen.  Anstatt in Konkurrenz und Kampf miteinander zu gehen und das Recht des vermeintlich Stärkeren zu praktizieren können wir wählen, miteinander zu leben, einander mit unseren Talenten zu unterstützen und unsere Kompetenzen für ein friedliches Zusammenleben einsetzen.  In der modernen Geschäftssprache nennt man so etwas Win-Win Situation.  Im Jahrmillionen langen Evolutionsprozess der Natur nennen wir es Symbiose.

Soweit ich weiß sind diese Quallen nicht die einzigen ihrer Art – und auch nicht die einzigen Lebewesen generell, welche eine derartige friedliche Lebensgemeinschaft mit anderen Lebensformen eingehen.  Was ich an diesem Beispiel noch besonders schön fand, ist die hellgoldene Farbe der Tiere.  Das passt doch gut, denn sind wir nicht auch mitten auf dem Weg in ein goldenes Zeitalter?

♥♥♥