Über das Entlassen von Angst

On Releasing Fear © Stefanie Neumann - All Rights Reserved.

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Kürzlich habe ich ein großes Loslassen von alter Angst erfahren.  Es war so groß, dass ich nicht nur in der Nacht einen unruhigen Traum hatte, ich habe es auch am nächsten Morgen in all meinen Drüsen gespürt und mein Körper tat den ganzen Tag weh.

Der Traum, den ich hatte, war allerdings nicht nur beunruhigend.  Er enthielt auch eine Botschaft darüber, wie mit der Situation umzugehen ist.

Angst braucht eine Geschichte.  Ohne eine Geschichte ist Angst nur ein Gefühl, welches auf der Durchreise ist, doch sie hat keine Macht, zu erschaffen.”

-Stefanie Neumann

Durch die Geschichte kann die Angst sich an uns anhängen.  Meine Geschichte war, dass ich jemanden verlieren würde, den ich liebe.  „Wenn ich diese Person verliere, werde ich traurig und allein sein und die ganze Welt wird zusammenbrechen“  –  was für ein Drama und in der Tat beunruhigend.

Also setzte ich die mir mitgegebene Botschaft in die Tat um.  Ich habe der Angst die Geschichte weggenommen.  Ich habe mich auf das jetzt konzentriert.

Jetzt ist alles gut.  Ich bin gegenwärtig im jetzt.  Einatmen, ausatmen, einen Atemzug nach dem anderen.  Es ist in Ordnung, die Angst zu fühlen.  Ich fühle sie, weil ich etwas entlasse, was ich vor langer Zeit erschaffen habe.  Es hängt keine Geschichte daran.  Sie ist nur ein Gefühl auf der Durchreise.”

-Stefanie Neumann

Obwohl mein endokrines System noch immer aufgewühlt war, während ich mir erlaubte, diese tiefe alte Programmierung loszulassen, fühlte ich mich nicht mehr beunruhigt.  Ich begann meinen Tag und obwohl es ein geschäftiger war, konnte ich meinen Tagesplan einhalten.

Am Abend jedoch begann ich, mich grantig zu fühlen.  Und es wurde wirklich schlimm.  Mir war den ganzen Tag übel gewesen, gar nicht zu sprechen von der Unfähigkeit, geradeaus zu denken.  Und ich war so müde.  –  Das war der Zeitpunkt, als ich jamesneed’s Blog „The Commonsense Philosopher“ besuchte.  Ich liebe die besänftigende Energie, welche James auf seiner Webseite erschafft.  Und seine Beiträge – alle darüber, dass „Deine Realität geht, wohin Deine Aufmerksamkeit geht…“ – sind wunderbare Erinnerer.  Sein Rat lässt sich leicht im alltäglichen Leben in die Tat umsetzen und es macht einen Unterschied.

Der Beitrag an diesem bestimmten Tag hieß:

Life is not happening to you, life is responding to you…“

(Das Leben passiert Dir nicht, es antwortet Dir…)

-James Need

Das erklärt sich von selbst, oder!?  Dennoch empfehle ich Dir, wenn Du Englisch kannst (oder eine gute Übersetzersoftware), auf seinen Blog rüber zu schauen und ihn zu lesen.  –  Natürlich erst nachdem Du meinen Beitrag zu Ende gelesen hast…  ;)  Ich habe rüber geschaut und den Beitrag gelesen.  Und dann habe ich einen Blick darauf geworfen, wie ich diese Grimmigkeit erschaffen habe.  Natürlich war mein System aufgewühlt, da ich dieses tiefe Angstprogramm entlassen habe.  Natürlich hat sich das nicht toll angefühlt.  Wie, zum Kuckuck, soll ich so denn gute Gefühle anziehen?

Moment mal…  Ist das nicht eine Geschichte?  „Ich entlasse diese große, alte Angst und das macht, dass mir verschwommen und übel wird und ich kann mich einfach gerade nicht gut fühlen…“  Natürlich!  Ich meine, ja, ich habe diese existenzielle Angst vor langer Zeit erschaffen;  und während des Prozesses des Entlassens damit konfrontiert zu sein, fühlt sich nicht toll an.  Aber es ist ALT!  Ja, ich muss sie fühlen, damit ich sie entlassen kann (zumindest ist das der einzige Weg, den ich zurzeit kenne, welcher für mich funktioniert).  Aber da ist auch Frieden.  Dieser wunderschöne, strahlende, goldene Frieden des Jetzt.

Offensichtlich hatte ich an irgendeinem Punkt angefangen, mich mit dem Gefühl von Angst und Schmerz zu identifizieren.”

-Stefanie Neumann

Indem ich mich daran auf gehangen habe, zog ich dieses alte Gefühl zurück ins jetzt.  Kein Wunder, dass ich mich grantig gefühlt habe!

Also habe ich mich gelöst, indem ich mich daran erinnert habe, dass was ich fühle (die Angst und den Schmerz) durch das Entlassen kam.  Es ist keine Geschichte daran angehängt.  Es ist nur ein Gefühl auf der Durchreise.  –

Und ich habe mich an den goldenen Frieden erinnert, der immer in mir ist.  Immer.”

-Stefanie Neumann

Er war auch da.  Und damit habe ich mich sofort besser gefühlt (was schließlich zu „sich gut fühlen“ führt).

Danke, James, für diesen Erinnerer, der mich wieder auf Kurs gebracht hat!

Was ist mit Dir, liebe Leserin, lieber Leser?  Wie entlässt Du alte Angstmuster?  Was hilft Dir, sich des Friedens im innen gewahr zu bleiben?

Alles Liebe,
Steffi

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