Zentriert Bleiben

Staying Centred © Stefanie Neumann - All Rights Reserved

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Die Zeiten in denen wir leben, muten oft sehr turbulent an.  Taifune zerstören ganze Landstriche, Regierungen fallen auseinander, Banken gehen den Bach herunter,  Menschen laufen Amok.  Wenn man so in die Welt hinaus schaut, erscheint es manchmal, als würde es überhaupt keinen Halt mehr geben.

Es ist ein bisschen so, wie die Jahreszeit im November auf der nördlichen Halbkugel:

Herbststürme fegen über das Land; die Ernte ist eingeholt und ein neuer Rhythmus darf für den Winter gefunden werden; beim Jahresrückblick mag leichte Panik aufkommen darüber, ob man auch das Beste aus dem Jahr herausgeholt hat; und manch einer verfällt langsam in Feiertagsstress.  Wenn man so hinausschaut, scheint es um diese Jahreszeit manchmal gar nicht so einladend.

Wie im Großen, so im Kleinen.”

Doch da ist auch etwas anderes:  Der Wunsch nach Rückzug und Innenschau.

Wenn es draußen ungemütlich ist, kann man es sich drinnen gemütlich machen:

Wenn es draußen stürmt, darf ich mich warm bei Kerzenlicht und Tee einkuscheln.  Wenn die Ernte eingeholt und draußen nichts mehr zu tun ist, darf ich mich dem Innen zuwenden.  Beim Jahresrückblick darf ich meine innere Entwicklung und die schönen Erlebnisse mit einbeziehen.  Und wenn ich bei mir bleibe, brauche ich nicht in den Feiertagsstress mit einstimmen.

Wie im Kleinen, so im Großen”

Die Menschen auf den Philippinen, über die kürzlich der Taifun hinweggefegt ist, konnten sich natürlich nicht gemütlich bei Tee und Kerzenschein einkuscheln.  Jedoch können sie sich, wenn sie es wählen, in all dem Chaos um sie herum eine souveräne Perspektive bewahren.  Das zeigt sich zum Beispiel darin, dass sich einige Menschen aus Gebieten, die weniger stark von dem Unwetter betroffen waren,  organisieren, um benötigte Hilfsgüter auf eigene Faust in die Krisengebiete zu schaffen.  Anstatt nach außen zu schauen und zu warten, bis die großen administrativen Räder von Regierung und Hilfsorganisationen aus ihrer Schockstarre erwachen, schauen diese Menschen nach innen und handeln aus ihren Herzen heraus nach ihren Möglichkeiten.  Und schon bewegt sich etwas.

Mein Gefühl ist, dass dies genau der Weg ist, zu dem uns diese Zeiten einladen.  Es geht darum, zentriert zu bleiben und der eigenen Wahrnehmung bedingungslos zu vertrauen.  Es scheint momentan so leicht, sich verzweifelt und völlig haltlos zu fühlen.  Doch der Halt in der neuen Energie kommt nicht von außen.  Er kommt von innen.  Wenn wir uns auf unsere inneren Werte besinnen (das, was uns selbst wertvoll macht), gibt dies Halt.  Selbst jenen, die gerade im Außen alles verloren haben.  Wir sehen was wirklich wichtig ist und finden neue Wege – souveräne Wege – etwas zu bewegen und in dieser Welt miteinander zu leben.

Somit nehme ich einen tiefen Atemzug und erkenne, dass ich wertvoll bin.  Darauf folgt ein zweiter tiefer Atemzug und ich erinnere mich daran, dass meine Wahrnehmung mich leitet.  Dann nehme ich einen dritten tiefen Atemzug und erlaube mir, in meiner Mitte zu sein.”

-Stefanie Neumann

Was hilft Dir, in turbulenten Zeiten in Deiner Mitte zu bleiben?

Alles Liebe,
Steffi