Stehe für Deine Bedürfnisse Ein

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Gestern war Saint Patrick’s Day.  Als wir letztes Jahr um dieses Datum herum in Irland waren, habe ich einige interessante Geschichten über diesen Heiligen gehört.

Saint Patrick soll im 5. Jahrhundert gelebt haben.  Er wurde im römischen Brittanien geboren und von irischen Piraten entführt, die ihn in die Sklaverei verkauft haben.  Nachdem er sein Schicksal sieben Jahre lang ertrug, schaffte er es, nach England zurückzukehren, wo er christliche Religion studierte.  Nachdem er ordinierte, ging er zurück nach Irland  –  auf seinen eigenen Wunsch hin.

Es scheint, als hätte er ein sehr authentisches Leben geführt.  Er lehnte es ab, Geschenke von reichen Leuten oder sogar Königen anzunehmen.  Er folgte seinem Herzen.  Und als der Kirche nicht gefiel, was er tat, drehte er den Autoritäten schließlich den Rücken zu und tat es trotzdem.

Was ich an all dem inspirierend fand, ist, dass Saint Patrick anscheinend tatsächlich seinem Herzen gefolgt ist und für sich selbst einstand, als er nicht souverän erfüllen konnte, was andere von ihm verlangten.

Letzte Woche habe ich über Fokus geschrieben und wie wichtig es ist, gewahr zu sein, worauf wir uns fokussieren.

Heute möchte ich dies gerne einen Schritt weiter führen.

Hier ist, was ich in meinem eigenen Leben bemerke:

Wenn ich mir erst einmal meines Fokus gewahr bin und ihn auf Dinge richte, die gesund für mich sind, scheine ich weniger Toleranz für Dinge zu haben, die nicht so gesund für mich sind oder gar meiner Authentizität und Souveränität entgegenstehen.

Während ich zuvor einfach die Bitterkeit hinuntergeschluckt habe und tat, was man in Situationen von mir erwartete, die verlangten, dass ich mich verbiege und verdrehe, kann ich dies jetzt schlicht nicht mehr tun.

Während ich zuvor einfach meinen Mund gehalten und anderen erlaubt habe, über meine eigenen Bedürfnisse hinweg zu gehen, kann ich dies jetzt nicht mehr tun.

Stattdessen sehe ich mich eingeladen, für meine Bedürfnisse einzustehen.  Sie zu benennen.  Und Raum für sie zu schaffen.  –  Nicht auf Kosten anderer.  Aber indem ich nicht mehr erlaube, dass andere ihre Befindlichkeiten und Bequemlichkeiten auf meine Kosten ausleben.

In anderen Worten, ich nehme meinen Raum ganz ein und setze mich selbst an erste Stelle.

Klingt egoistisch?

Nun, vielleicht.  Doch wiederum:  Wie kann ich wahrhaftig für andere da sein, wenn meine eigenen Batterien zur Neige gehen  –  oder irgendwann leer sind?  Wie kann ich eine Inspiration von Souveränität und Autentizität sein, wenn ich nicht für mich selbst einstehe?  Und zu guter Letzt:  Wie nützlich ist es für andere, wenn ich sie befähige, indem ich zulasse dass sie sich von meiner Energie speisen, anstatt sie wahrhaft zu ermächtigen, ihre eigene, innere Energiequelle zu entdecken?

Also, erlaube ich den Geschichten von Saint Patrick, mich zu inspirieren und wähle, souverän für meine Bedürfnisse einzustehen.  Nicht im Sinne von Bedürftigkeit sondern im Sinne von Dürfen.

Empfindest Du es als Herausforderung, für Deine Bedürfnisse einzustehen oder ist das leicht für Dich?  Wann ist es besonders herausfordernd für Dich?  Was hilft Dir, Deinem Pfad zu folgen?

Wenn Du magst, teile bitte Deine Weisheit und Erfahrung in den Kommentaren.  Ich würde gerne von Dir hören! 🙂

Alles Liebe,
Steffi