Ostern – Transformation und Neuanfang

 Easter 2014 - Transformation and New Beginnings © Stefanie Neumann - All Rights Reserved.

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Es ist wieder an der Zeit  –  am kommenden Sonntag feiert die christliche Welt Ostern.  Der Tag der Auferstehung Christi, nachdem er am Karfreitag gekreuzigt wurde und alle Sünden von der Welt nahm.

Ich muss sagen, ich bin keine Christin.  Und ich bin gewahr, dass das Osterfest gut auf das frühere keltische und germanische Osterafest zurückgehen könnte, welches das Frühjahrsäquinox markierte.  –  Es trägt die gleichen Symbole von Hase, Eiern und Erneuerung.  Auch wenn, soweit ich weiß, niemand gekreuzigt wurde.

Dennoch erzählt die biblische Schilderung von Ostern eine Geschichte von tiefer Transformation.  Sie erzählt die Sage von jemandem, der für all die Sünden in der Welt starb und dadurch eine tiefe Reinigung erlaubte.

Tod ist ein Symbol für Transformation.  Im Tarot, zum Beispiel, spricht die Karte “Tod” nicht notwendiger Weise von einem tatsächlichen physischen Tod.  Vielmehr indiziert sie das Loslassen des Alten um seine Transformation zu erlauben.  Für viele Kulturen, die christliche Religion eingeschlossen, bedeutet selbst der physische Tod lediglich eine Transformation der Existenz.

Die Geschichte von Christus, der alle Sünden der Welt auf sich nimmt, kann als eine Sage von jemandem gesehen werden, der bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und damit die Transformation erlaubt, welche sosehr gebraucht wird.  Es geht um Gewahrsamkeit für jene Dinge die vor sich gehen, im Gegensatz zum Wegsehen.  Und um die Wahl, die Veränderung zu sein, den wir in der Welt sehen wollen.

War es immer leicht für Jesus, bei seiner Wahl zu bleiben?  –  Wahrscheinlich nicht.   Dies findet sogar Erwähnung in der Bibel, wenn Christus Gott darum bittet, den Kelch an ihm vorübergehen zu lassen.

War es das wert, bei seiner Wahl zu bleiben?  –  Wahrscheinlich schon.  Jesus wurde ein neues Leben gegeben, frei von den alten Dramen und Begrenzungen.  Er war transformiert.  Im wurde Meisterschaft geschenkt.  Laut der Bibel, so wie ich es verstehe, hatte er immer noch einen Körper, um auf Erden zu wandeln und seine Geschichte zu erzählen.

Frühjahr ist eine Zeit der Reinigung und Transformation  –  zumindest in der nördlichen Hemisphäre.  Da sind Frühjahrsputz und Frühjahrsfasten, da sind Frühjahrskuren und Frühjahrsmüdigkeit.  Ja, die Müdigkeit ist auch Teil des Transformationsprozesses.  Wenn wir schlafen, können wir Bereiche unseres Seins erreichen, mit denen es während des Wachseins im physischen Körper schwiereig sein kann, sich zu verbinden.  Und all die Pflanzen und Gemüse mit viel Reinigungskraft wachsen ebenfalls im Frühling.

Gibt es irgendetwas in deinem Leben, was ein wenig Transformation gebrauchen könnte?  Gibt es da alte Muster, begrenzende Glaubenssysteme oder vielleicht etwas anderes zum Loslassen?  Was wäre, wenn diese Energien von einer unterdrückenden Karft in eine unterstützende Kraft transformieren könnten?

Wie?  –  Akzeptanz, Erlaubnis und freudige Erwartung. 🙂

Alles Liebe und frohes Erwachen,
Steffi