Ich Weiß Nicht und das Ist Okay

 

I Don't Know and that's Okay © Stefanie Neumann - All Rights Reserved.

“Pflanzen sorgen sich nicht darum zu wissen oder nicht zu wissen. Sie sind einfach.” ________________________________________________________-Stefanie Neumann

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Heute erscheint es mir oft so, dass wir in einer Welt leben, wo von uns erwartet wird, dass wir auf alles eine Antwort haben.

Wie geht’s? – Gut.

Was arbeitst Du? – Ich mache XYZ.

Wohin gehst Du? – Ich gehe nach ABC.

Was machst Du in fünf Jahren? – Oh, Ich werde dies und das erreicht haben.

Es ist eine Welt von unmittelbarer Reaktion. Keine Zeit für Pausen. Kein Raum, mit uns selbst innezuhalten. Keine Zeit das Jetzt wahrzunehmen.

Die Gerade Straße

Jeden Tag wiederholen wir die gleichen Phrasen.

“Mir geht’s gut.”

“Ich verdiene mein Geld mit diesem Job.”

“Wenn ich groß bin, dann will ich so sein.”

Und für manche von uns funktioniert das auch gut.

Nicht für mich.

Ich bemerke zunehmend, dass ich auf diese Fragen keine Antwort mehr habe. Ich weiß nicht, was mein Job ist – meine Berufung. Ich weiß nicht, wohin ich gehe. Und mit Sicherheit weiß ich nicht, wo ich in fünf Jahren sein werde. Himmel, manchmal weiß ich ja nicht einmal, wie es mir in diesem Moment geht.

All diese Fragen, Pläne und Ideen, denen wir zu folgen gelernt haben, sind sehr linear.  Sie setzen voraus, dass das Leben eine lange, gerade Straße ist, die man bis zum Ende einsehen kann.

Dies hat für mich nie wirklich funktioniert und es wird mir immer mehr unmöglich, so zu leben.

Der Gewundene Pfad

Die Sache ist die:  Die Welt wandelt sich. Energien wandeln sich. Und das Leben ist nicht länger linear  –  falls es das jemals war.

Nun, meines zumindest ist es nicht. Es ist keine lange, gerade, breite Straße, welche ich bis zum Ende einsehen kann. Ich wandle abseits der ausgetretenen Wege auf einem schmalen, gewundenen, zugewachsenen Trampelpfad, der mit jedem Schritt eine neue Perspektive eröffnet.

Energie bewegt sich spiralförmig. Sie ist kurvig, aufwärts oder abwärts drehend und nicht immer voraussehbar.

Ich weiß nicht, was vor mir liegt und das ist okay. Ich weiß, dass alles gut ist. Das ist genug zu wissen.”

–Stefanie Neumann

In ihrem englischsprachigen Beitrag Lessons from a Stone: Embracing Your Rough Edges (“Lehren eines Steins: Deine Ecken und Kanten Umarmen”) auf Thank The Now, fragt Clara Jones:

Mehrt diese Aktivität/Projekt/Beziehung/Objekt die Schönheit in meinem Leben oder nimmt sie ihr etwas?”

–Clara Jones

Ich finde das einen guten Wegweiser entlang des gewundenen Pfades.

Wir Haben die Wahl

Uns wurde beigebracht, dass es beruhigend ist, einen Plan zu haben und zu wissen, was vor uns liegt. Ich schätze, es gab eine Zeit wo dies angemessen war und die Welt eben so funktioniert hat. Ich fühle allerdings, dass jene Tage vorbei sind. Ein neuer Weg öffnet sich für uns und eine neue Weise, wie Dinge getan werden mögen.

In ihrem englischsprachigen Beitrag Leaving Your Comfort Zone (“Deine Komfort-Zone Verlassen), sagt Kelly Martin:

Wenn wir bereit sind, verlassen wir unsere Komfort-Zonen, doch immer wenn wir bereit sind.”

–Kelly Martin

Es scheint, viele von uns stehen jetzt gerade an diesem Punkt zu wählen. Ich mit Sicherheit. Und ich mache jeden Schritt, wenn ich bereit dazu bin. Heute beginne ich mit einem kleinen Schritt, in dem ich sage:

Ich weiß nicht. Und das ist okay.”

–Stefanie Neumann

Auf welchem Weg bist Du gerade? Ist es eine lange, breite Allee oder ein gewundener, zugewachsener Trampelpfad? Oder sieht er ganz anders aus?   Hast Du Dich jemals gefühlt, als müsstest Du aus Deiner Komfort-Zone herausgehen?

Alles Liebe,
Steffi