Herz versus Versand – Wirklich?

Heart versus Mind - Really? © Stefanie Neumann - All Rights Reserved.

“Ein Ziel ist nicht immer zum Erreichen da, oft dient es nur zum richtigen Zielen.” -Bruce Lee

This post is also available in English language.

Alles geschieht genau zum richtigen Zeitpunkt. Die Frage ist nur, mit wie viel Freude und Leichtigkeit wir dorthin gelangen.“

-Stefanie Neumann

Kennst Du das? Man macht Pläne und ist bereit diese Pläne durchzuziehen, komme was wolle. Und dann, wenn es soweit ist, sagt das Herz:

„Nö. Heute nicht.“

Wie oft hörst Du dann auf Dein Herz? Fällt es Dir leicht oder schwer, Dich darauf einzulassen?

Mittlerweile höre ich fast immer auf das, was mein Herz mir sagt. Selbst, wenn es für meinen Verstand zunächst noch so verrückt erscheint.

Warum?

Weil ich in meinem Leben erfahren habe, dass es das Beste ist, was ich tun kann.

Zugegeben, es zerrt manchmal ganz schön an meinem Verstand. Doch mit der Zeit hat mein Verstand gemerkt, dass tatsächlich alles gut so ist.

Verstand Liebt Daten

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass der Verstand empirische Erfahrungswerte braucht, auf die er zurückgreifen kann, um sich sicher zu fühlen. Wenn man etwas Neues ausprobiert, dann gibt es diese Erfahrungswerte noch nicht. Und wenn man etwas ausprobiert, das gegen alles spricht, was einem das eigene Umfeld so vorlebt, dann kann man nicht einmal auf die Erfahrung der Gruppe zurückgreifen.

Unsere Gesellschaft scheint mittlerweile geprägt von Planung. Verantwortungsvolles Handeln wird gleichgesetzt mit vorausschauendem Denken und Drei- bis Fünf-Jahresplänen. Wo siehst Du Dich in einem, drei, fünf Jahren? – Hast man keine Antwort darauf, wird man als schwach, verpeilt oder unfähig erachtet.

Was aber, wenn man sich über die Begrenzungen der eigenen Vorstellung hinausbewegen möchte? Wenn man Neues erfahren und erschaffen möchte?

In diesem Falle darf man sich neue Erfahrungen erlauben. Das wiederum, kann am Anfang beängstigend für den Verstand sein.

Mir hilft es in solchen Fällen, liebevoll mit meinem Verstand zu sprechen. Ich frage nacheinander mein Herz und meinen Verstand nach ihrer Meinung. Ich bedanke mich bei beiden und sage ihnen, dass ich sie gehört habe.

Experiment „Abenteuer“

Wenn der Weg des Herzens allzu beängstigend für meinen Verstand erscheint, dann frage ich ihn, was er braucht, um mit uns mitzukommen.”

-Stefanie Neumann

Oft hilft es, die Reise als Experiment zu beginnen. Das ist etwas, was mein Verstand verstehen kann. Ich bitte ihn, auf dem Weg sehr aufmerksam zu beobachten, was geschieht und entsprechend Daten zu sammeln. Schließlich ist das die naturgegebene Aufgabe des Verstandes: Informationen sammeln, archivieren und analysieren. So kann sich der Verstand wieder sicher fühlen, denn jetzt weiß er, dass er eine wichtige Rolle hat und von mir beachtet wird.

Am Ende eines solchen Experiments hat sich bisher immer herausgestellt, dass es richtig war, meinem Herzen zu folgen. Warum mein Herz jenen und keinen anderen Weg ausgewählt hat, zeigt sich oft erst beim Gehen desselben.

Inzwischen hat mein Verstand genug empirische Erfahrungswerte, um mutig dem Weg meines Herzens folgen zu können. – Natürlich gibt es immer mal wieder Faktoren, die beängstigend wirken. Aber die Erfahrung hat gezeigt, dass wahrscheinlich alles gut ist, wenn wir auf unser Herz hören. Also ist der Verstand mit dem Weg des Herzens einverstanden.

So mache ich das.

Wie bringst Du Herz und Verstand in Einklang? Fällt es Dir eher leicht oder schwer? Hast Du ein „Rezept“, welches Du hier in den Kommentaren teilen magst?

Alles Liebe,
Steffi
 

Leere Deinen Verstand, sei formlos, gestaltlos – wie Wasser. Jetzt, wenn Du Wasser in eine Tasse tust, wird es die Tasse, tust Du Wasser in eine Flasche, wird es die Flasche, tust Du es in eine Teekanne, wird es die Teekanne. Wasser kann fließen oder es kann stürzen. Sei Wasser, mein Freund.”

-Bruce Lee