Eine Hommage an Halloween

A Tribute to Halloween 2014 © Stefanie Neumann - All Rights Reserved.

“Ich habe Dinge in der Dunkelheit gelernt, die ich niemals im Licht hätte lernen können, Dinge, die mir immer und immer wieder das Leben retteten, so dass es wirklich nur eine logische Schlussfolgerung gibt. Ich brauche Dunkelheit so sehr wie ich Licht brauche.” ― Barbara Brown Taylor, Learning to Walk in the Dark

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 Dort in der Gegenwart Gottes verstand ich endlich wie meine Liebe uns alle von den Mächten der Dunkelheit befreien würde. “

-Winona Ryder als Mina Harker in „Bram Stoker’s Dracula“

Wir haben fast Halloween und sie zeigen wieder alle möglichen Horrorfilme im Fernsehen. Kürzlich gab es einen meiner Favoriten: “Bram Stoker’s Dracula” unter der Regie von Francis Ford Coppola.

Wie ich es sehe

Anders als das Buch zeigt der Film Draculas Charakter eher als gebrochene, verzweifelte Seele, die aus der Liebe gefallen ist anstatt gar nicht aus Liebe gemacht zu sein. Das obige Zitat stammt vom Ende des Films. Mina Harker, die Reinkarnation von Draculas großer Liebe im 15. Jahrhundert, ist zerrissen zwischen der Liebe zu ihrem Ehemann Jonathan und der Liebe zu ihrem Seelenpartner Dracula, welcher untot wurde und “Ozeane der Zeit” überquerte, um sie nach ihrem Tode im Jahre 1497 wiederzufinden. Während die Geschichte voranschreitet, wird Mina immer mehr in den Magnetismus hineingezogen, welcher durch die Begegnung mit ihrem alten Seelenpartner entsteht, bis sie sogar Draculas Blut trinkt, um selbst ein Vampir zu werden. Sie versteht nicht, was vor sich geht. Bei Zeiten fühlt sie sich unrein, schlecht und böse. Aber, tatsächlich ist sie das nicht. Sie ist “das Licht allen Lichts”, wie Abraham van Helsing sie bei ihrem ersten Treffen nennt. Sie besitzt sogar genug Licht, um die Dunkelheit zu erkunden und eine gequälte Seele wie Dracula selbst zu erlösen – und damit die ganze Welt.

Ein Akt des Opferns oder ein Akt der Liebe?

Was ich an dieser Version der Geschichte mag, ist, dass der Film es nicht wie ein Opfer aussehen lässt. Mina liebt Dracula. Ebenso liebt sie Jonathan. Sie fühlt sich manchmal zerrissen und verzweifelt. Aber sie ist sich immer ihrer Liebe gewahr. Wenn wir ein Opfer darbringen, dann tun wir etwas, was wir gar nicht tun wollen. Wir fühlen uns, als müssten wir etwas aufgeben oder als würden wir etwas verlieren. Wie die Jungfrau in dem alten Film “Nosferatu” (der Stummfilm).

Wenn wir aus Liebe Handeln, fühlt es sich nicht an, als würden wir etwas verlieren. Vielleicht fühlen wir Zweifel und Angst, die an uns zerren. Aber letztlich folgen wir unserem Herzen was in Wirklichkeit allen Erfüllung bringt.”

-Stefanie Neumann

Es hat 22 Jahre gedauert, bis ich herausfand, dass es dies ist, was mich am Ende jener Geschichte so inniglich berührt.

Sag’ mir warum…

Warum es sich für mich wichtig genug anfühlt, um es hier zu teilen?

Weil ich in meinem Leben Dunkelheit erkundet habe. Ich bin durch Erfahrungen gegangen, in denen ich mich gefühlt habe, wie Mina sich gefühlt haben muss. Und das Verstehen, dass es am Ende alles zum Guten war, zeigte sich für mich nicht immer so klar, wie für Mina.

Weil diese Dinge passieren. Menschen fühlen, sie müssten in die Dunkelheit gehen. Menschen fühlen Liebe für jene, die aus der Liebe heraus gefallen sind. Und es ist diese Liebe, welche jenen scheinbar verlorenen Seelen Frieden bringt, die wählen, mit Hass und Selbstverurteilung abzuschließen.

Und weil:

Du kannst diese Liebe nicht geben, wenn du damit beschäftigt bist, Dich selbst dafür zu verurteilen, dass Du tatsächlich … alles … liebst – sogar das Dunkle.”

-Stefanie Neumann

In diesem Sinne:

Fröhliches Samhain am 31. Oktober!

 Hast Du jemals gefühlt wie Mina? Oder bist Du sogar einmal aus der Liebe heraus gefallen und hast den Weg zurück gefunden? Magst Du Deine Einsichten dazu in den Kommentaren teilen?

Alles Liebe,
Steffi