Stehe Für Dich Ein – Mache Ein Nickerchen

What Makes Your Heart Sing-2 / Stand In For Your Needs - Take A Nap © Stefanie Neumann - All Rights Reserved.

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Wenn Du meine letzten Blogbeiträge “Eine Zeit der Gegensätze” und “Eine Unbequeme Wahrheit” gelesen hast, ist Dir vielleicht aufgefallen, dass ich, wie so viele unter uns, mich durch viele Wandlungen und Veränderungen bewegt habe. Ich finde es schwierig, über all dies zu sprechen. Wenn ich Kommentare erhalte, besonders für “Eine Unbequeme Wahrheit”, schätze ich sie mehr als ich sagen kann – wort-wörtlich. So sehr ich sie schätze und so wichtig ich es finde, in Verbindung zu treten und über all diese Dinge zu sprechen, fehlen mir dennoch die Worte.

Beschleunigung

Auf eine Bühne zu treten, während das Rampenlicht Dein Innerstes und Äußeres ausleuchtet, braucht Mut. Der Lohn dafür ist: Mut.”

–Stefanie Neumann

Einerseits hat dies mit der Tatsache zu tun, dass ich wahrhaftig von einem Moment zum Nächsten lebe. Das macht es schwierig, über vergangene oder zukünftige Erfahrungen zu sprechen. Die Vergangenheit ist vergangen. Alles verändert und wandelt sich. Was einmal wahr gewesen ist, mag jetzt anders sein. Die Zukunft liegt in der Zukunft. Alles wandelt und verändert sich. Was jetzt wahr ist, mag morgen anders sein. Und so komisch es klingt, das Bestreben, meine Wahrheit in sich ständig verändernden Zeiten wie diesen zu kommunizieren, scheint eine tiefere innere Wahrheit zum Vorschein zu bringen, welche über all diese Wandlungen und Veränderungen hinaus wahr ist.

Andererseits betrete ich gerade Neuland. Als globales Volk tun wir das alle. Tatsächlich ist das Land manchmal so neu, dass es sich außerhalb der existierenden Begrifflichkeit befindet, mit welcher wir bisher gewohnt sind, uns auszudrücken. Es fühlt sich an, als entdecke man das Werkzeug Sprache ganz neu.

Zur Krönung des ganzen scheint das Licht der Gewahrsamkeit jetzt in alle Ecken unseres Seins; selbst die dunklen. Es lässt kein Versteck für Verletzlichkeit oder empfundene Hässlichkeit. Es ist an der Zeit, aufzuräumen und die Leichen aus dem Keller zu holen. Sie verbrauchen nur Platz, den wir für wichtigere Dinge nutzen können – wie, zum Beispiel, eine extra Portion Liebe.

Und ich habe das Gefühl, dass die aktuelle Reise genau dorthin geht. Es scheint mir, es ist nicht die Zeit, auf die Manipulation der Angst zu hören und sich hinterm Ofen zu verstecken. Das Licht findet uns sowieso.

Stattdessen fühle ich, dass es an der Zeit ist, hinauszugehen, hervorzutreten und dafür einzustehen wer wir sind.

Entschleunigung

Wenn ich feststecke, mache ich ein Nickerchen.”

-Dominique Trudeau

Für viele unter uns ruft diese Idee Bilder davon hervor, für unsere Rechte kämpfen zu müssen und unsere Ellenbogen einsetzen zu müssen, um einen guten Raum für uns selbst zu halten.

Ich glaube, diese Zeiten sind vorbei. Stattdessen können wir friedlich hervortreten und unseren Raum einfach durch Atmen halten.

Ja, wir mögen Widerstände spüren. Ich bin kürzlich zweifellos selbst einigen begegnet. Was habe ich gemacht?

  1. Ich geriet in Panik. – Dieser Schritt ist natürlich kein Muss. Aber wenn sie da ist, gebe ihr Raum und lasse sie sein. Mir es so ergangen.  Oft. Aber mit etwas Übung wurde es weniger.
  2. Ich habe geatmet. – Halt, stopp, nicht hyperventilieren! Einfach atmen … sanft … bewusst … ein … und aus … ein …. und aus … gut … Siehst Du?!
  3. Ich habe erlaubt. – Der Situation erlauben, sich auf die bestmögliche Weise für alle Beteiligten zu ergeben. Es ist nicht nötig vorherzusehen wie genau das aussehen mag. Es ist genug zu vertrauen, dass es viel besser sein wird, als man es sich vorstellen kann.
  4. Ich habe einen Plan gefasst. – Wenn man sich erstmal etwas beruhigt hat, kann man darüber nachdenken, welche Schritte nötig/ hilfreich sind, um mit der Situation umzugehen.
  5. Das Wichtigste zuerst. – Gibt es irgendwelche drängenden Angelegenheiten, denen man sich sofort zuwenden muss? Wenn ja, dann los.
  6. Ich habe geruht. – Klingt verrückt, doch dies hat sich als essenzieller Schlüssel für mich herausgestellt. Man könnte auch sagen: Ich habe Raum gegeben; Raum, damit die Dinge an ihren Platz fallen können. Und das tun sie normalerweise. Dies macht den nächsten Schritt viel leichter.
  7. Ich habe agiert. – Jetzt, da wir uns beruhigt haben, unser Körper-Geist-Seele-System mit Sauerstoff und Prana gefüllt, einen Plan, Raum und uns etwas locker gemacht haben, ist es an der Zeit, die Dinge zu erledigen, die getan werden müssen. Nach meiner Erfahrung geschieht jetzt alles in weit mehr Anmut und Leichtigkeit.

Lass Es Sein

Akzeptanz erlaubt uns, wahrhaftig zu sehen.”

–Stefanie Neumann

Ein weiterer Schlüssel den ich gerade entdecke, ist es sein zu lassen.

Dieser Begriff wird überwiegend genutzt im Sinne von: “Lass es los” oder “Geh weg davon”. Doch hast Du Dir diese Worte jemals bewusst angeschaut?

Lass es SEIN.

In ihrer Essenz laden uns diese Worte ein, die Dinge zu akzeptieren und ihnen zu erlauben zu sein, was sie sind. Sie laden uns auch dazu ein, Personen zu akzeptieren und ihnen zu erlauben zu sein, wer sie sind.

Wenn wir die Dinge so annehmen können, wie sie sind, erlaubt uns das, sie wahrhaft zu sehen. In Akzeptanz von dem was ist, kann uns keine Beschönigung mit einer rosa-roten Brille zum Narren halten. In Akzeptanz von dem was ist, kann uns keine Vermeidung dazu verführen, wichtige Details zu übersehen. In Akzeptanz von dem was ist, kann uns keine Angst manipulieren.

Akzeptanz erlaubt uns, die Dinge klar zu sehen. Und diese Klarheit zeigt uns dann den Weg.

Und wo wir schon dabei sind, mögen wir vielleicht daran denken, uns auch selbst die Freiheit zu geben, zu sein wer wir sind.

Wie geht es Dir dieser Tage? Bist Du bereit ein helles Licht der Gewahrsamkeit auf den Pfad des Seins zu leuchten? Was hilft Dir in dieser Zeit von Wandlung und Veränderung Stellung zu beziehen?

Alles Liebe,
Steffi