Urbane Natur in Hamburg Genießen: Osdorfer Feldmark

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Vor einem Monat teilte ich hier auf Kokopelli Bee Free Blog einen Beitrag über Die Kraft Des Spazierengehens sowie einen Artikel auf Kims und meinem Blog Herzensreise darüber, in der Stadt Hamburg, Deutschland Urbane Natur [zu] Entdecken.

Inzwischen haben wir auch unseren Worldwide WP5k Spaziergang absolviert, den ich bereits angekündigt hatte.  Wir besuchten den Dahliengarten in Hamburg und Du kannst alles darüber auf Herzensreise nachlesen, hier: Worldwide WP 5k – Besuch im Hamburger Dahliengarten.

Heute wähle ich, Impressionen eines Spaziergangs in die Osdorfer Feldmark zu teilen, welchen Kim und ich Ende August unternommen haben.  Die Osdorfer Feldmark ist ein Landschaftsschutzgebiet im Westen Hamburgs, welches zwei Stadtteile miteinander verbindet.  Es besteht aus einem Park mit Spielplatz und einem See, sowie einem kleinen anschließendem Moor im Norden, Wiesen – die hauptsächlich Pferde beheimaten, vielen Knicks, einem kleinen Bach namens Düpenau, einigen Teichen und einem Reptilienschutzgebiet.  Der grüne Gürtel ist etwa zwei Kilometer lang und einen Kilometer breit.  Du kannst weitere Informationen zu diesem Gebiet finden: hier & hier.

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Während unseres kleinen Spaziergangs konzentrierten wir uns lediglich auf das südliche Ende der Feldmark.  Auf dieser Seite grenzt eine kleine Schrebergartenkolonie an das Gebiet, deren kleine Physalis-Lampions einen hübschen Eingang in das Landschaftsschutzgebiet bilden.

Als wir gerade den Grund der Osdorfer Feldmark betreten hatten, grüßte uns eine kleine Libelle.  Sie setzte sich ganz ruhig auf den Stacheldraht, der das Amphibienschutzgebiet vom Weg trennt und posierte geduldig, bis ich die untenstehenden Portraits erstellt hatte.

Überall entlang des Weges wächst wilder Hopfen – und die kleinen grünen Blüten schafften dieses Jahr es auf eine beträchtliche Größe.

Das Amphibienschutzgebiet hinter dem Zaun sah wunderschön aus mit seinem kleinen Teich, den Gräsern, Büschen und Wasserpflanzen.  Manchmal steht am Teich ein Reiher wie eine Statue.  Doch er war nicht dort, als wir an diesem Tag vorbeikamen.

Für jene mit offenen Augen gibt es viele kleine Details entlang des Weges zu entdecken.

Kim glaubt, das Haar stamme vielleicht von einem Fuchs.  Ich persönlich glaube, es ist Pferdehaar.

Die Düpenau schlängelt sich durch die gesamte Länge der Feldmark und bietet recht idyllische Ansichten mit Weißdorn, der seine Zweige über den Bach erstreckt.

Eine kleine Hamburger Brise wehte durch das Gelände, während die Sonne hell vom Himmel schien.  Ein perfekter Tag für einen kleinen Spaziergang.

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An der Düpenau sahen wir ein paar hübsche grüne Blätter von einiger Größe, die sich im Wind wiegten, während sie wunderschön von der Sonne beleuchtet wurden.  Nach einiger Recherche glaube ich, dass es Japanischer Staudenknöterich war, eine invasive Gattung, welche laut Deutschem Naturschutzbund tatsächlich zu einem echten Problem in der Osdorfer Feldmark wurde.  Wer hätte das gedacht!  Ich nehme an, der Knöterich hat sich möglicherweise von den Kleingärten her ausgebreitet.

Die Hamburger Brise war so lebhaft, dass ich kein vernünftiges Foto von der Pflanze machen konnte, doch Du kannst sie unten im Video sehen.  Sie ist noch klein, doch wachsen diese Pflanzen höher als Menschen.

Natürlich kamen wir an vielen Pferdeweiden vorbei und haben einige ihrer Bewohner getroffen.

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Die Wiesen waren ziemlich nass aufgrund des letzten Starkregens, den wir nur ein paar Tage vor unserem Besuch hatten.

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Dies muss für einige der kleineren Tiere recht ermüdend gewesen sein, wie eine Raupe der Ahorn-Rindeneule uns erzählte, die als blinder Passagier auf meinem Schuh mitreiste, bis wir es bemerkten und sie zurück ins Grüne entließen.

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Ich frage mich, von welchem Baum sie kam.  Es muss eine der Eichen oder Ulmen entlang des Weges gewesen sein.

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Abgesehen von jenen Bäumen sahen wir auch viel Weißdorn mit seinen kleinen apfelförmigen Beeren und gut versteckten langen Dornen.

Doch diese waren nicht die einzigen roten Beeren, die wir sahen. An einer Stelle entdeckten wir die wunderschönen roten Beeren von, wie ich glaube, dem gewöhnlichen Schneeball.  Anders als die Beeren des Weißdorns, sollen diese giftig sein, obwohl einige Quellen sagen, dass sie in kleinen Mengen als Gelee gegessen oder für Heilzwecke genutzt werden kann.

 …

Die kleine orangene Beere, welche ich für eine Art Hagebutte halte, interessiert sich nicht wirklich für die Essbarkeit ihrer Kollegen.  Sie ist einfach.

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Es fühlte sich sehr friedlich an, durch die Feldmark zu wandern.  Der Weg war vom weichen Licht der Abendsonne erleuchtet und ein paar winzige Fliegen spielten darin.

 …

Dennoch machte nicht jeder die gleiche Erfahrung.  Auf demselben Weg, den Du auf den obigen Bildern siehst, beobachteten wir einen Kampf um Leben und Tod zwischen einer Wespe und etwas, das für mich wie ein ziemlich großes Exemplar der grauen Fleischfliege aussah.  Oder vielmehr rollte der Kampf auf uns zu.  Ich glaube, die Fliege ist inzwischen von ihrer physischen Gestalt befreit…

Du kannst selbst entscheiden, während Du untenstehendes Video anschaust, da ich einen Teil des Dramas gefilmt habe.

In der Zwischenzeit waren die Pferde in den Stall gebracht worden und die Weiden lagen still unter dem Abendhimmel.  Zeit für uns, nach Hause zu gehen.

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Es ist möglich, Naturschutz, Landwirtschaft und einen urbanen Lebensstil zu integrieren.  Wir dürfen es einfach tun, anstatt nur darüber zu reden.  Der damit einhergehende Nutzen für die Gesundheit und für unsere Mutter Natur ist unbezahlbar.

Abschließend das zuvor erwähnte Video von unserem Spaziergang:

Wohnst Du in der Nähe eines Schutzgebiets?  Kennst Du Städte, wo solche Gebiete in die Infrastruktur integriert sind, so wie in Hamburg?  Was ist dein Lieblingsort zum Spazierengehen?
Bist Du bereit, heute ein helles Licht der Gewahrsamkeit auf den Pfad des Seins zu leuchten?

Alles Liebe,
Steffi

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