Fröhlichen Unabhängigkeitstag 2017!

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Feuerwerk der Farben, 4. Juli 2016

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Heute feiern die Menschen in den USA den Unabhängigkeitstag.  Da mein Ehemann, Kim, aus den Vereinigten Staaten kommt, feiern wir natürlich auch!

Ich persönlich konnte nie viel mit solchen patriotischen Feiertagen anfangen.  Das mag daher kommen, dass ich Deutsche bin und seit der 2. Weltkrieg Teil unserer Geschichte ist, haben wir in Deutschland nicht mehr viel für Patriotismus übrig – außer vielleicht im Fußball.

Ich habe jedoch einiges für die Unabhängikeit übrig.  Nicht auf eine nationale oder patriotische Art.  Aber auf die Art, dass ich mich immer recht anders als die Norm gefühlt habe und dass meine Unabhängigkeit davon zu feiern mir erlaubt hat, mehr als die, die ich wirklich bin gegenwärtig zu sein.

Ich habe das Gefühl, dass jeder schon einmal so ein Gefühl erfahren hat, zur einen oder anderen Zeit:

Man sitzt während eines Familientreffens am Tisch und wundert sich, ob man wirklich dieselben Gene hat; man hört in der S-Bahn eine Unterhaltung über die neuesten Mainstream-Nachrichten eines bestimmten Senders mit an und wundert sich, ob man am Vorabend tatsächlich dasselbe Programm geschaut hat; Man trifft die in der Kneipe die guten alten Stammgäste und hört den üblichen Gesprächen zu, während man sich wundert, ob man denn noch hierher gehört.

– Solche Situationen.  Die meisten Menschen erlebten ein paar mal Zeiten in ihrem Leben, in denen sie mit ähnlichen Fragen zu tun hatten.  Und ein paar Menschen hatten die meiste Zeit ihres Lebens mit solchen Fragen zu tun.

Mein Punkt ist, dass, während es gut sein kann, nach Gemeinsamkeiten als Verbindungspunkte im Leben Ausschau zu halten, es ziemlich abträglich sein kann, zu versuchen, diese Verbindungen herzustellen, indem wir uns selbst und unser wahres Sein verraten.

Nicht nur, dass wir uns dann verdrehen und verbiegen, oft in einem Ausmaß, das uns auf eine Art krank macht, sondern wir lügen auch diejenigen an, die wir behaupten zu lieben.  Und inmitten all dem wundern wir uns dann, warum sich alles irgendwie falsch anfühlt.  Im schlimmsten Falle glauben wir sogar, dass wir falsch sind und versuchen uns noch mehr zu verbiegen um dazuzugehören.

Was, wenn es im Leben gar nicht darum geht, dazuzugehören?  Was, wenn es im Leben darum geht, unsere Einzigartigkeit und damit unsere Unabhängigkeit von einer abträglichen, einschränkenden Norm zu feiern?  (Nicht jede Norm muss abträglich sein.)  Was, wenn die vornehmliche Gemeinsamkeit zwischen uns allen ist, dass wir alle unterschiedlich sind?  Und was, wenn das gut so ist?

Ein Freund von mir pflegte zu sagen, dass wir alle unseren individuellen Teil zum Kreis beitragen und dass der Kreis unvollständig ist, wenn jemand von uns fehlt.  Andere nennen das “Einheit in der Unterschiedlichkeit” oder “Einheit in der Vielfalt”.

Ich beziehe mich oft auf das obenstehende, wie einige unter Euch wahrscheinlich bemerkt haben.  Jedoch enthält es eine solch starke Wahrheit, dass ich finde, es ist es wert, oft wiederholt zu werden.

Wenn wir eine rigide Norm erschaffen, um zu versuchen, uns einzig und allein durch Gemeinsamkeiten zu verbinden, bilden wir eine Linie, eine Reihe und immer nur einer zur Zeit kann vorne stehen und ein Stück vom Kuchen bekommen.  Wenn wir uns Unabhängigkeit von rigiden Strukturen erlauben, die sich für uns einschränkend oder begrenzend anfühlen, können wir unsere Gemeinsamkeiten als Brücke nutzen, um unsere Unterschiede ohne Urteil zu erkunden und zu verbinden und dann bilden wir einen Kreis, oder sogar eine Spirale, wo jeder ein gleichgroßes Stück vom Kuchen erreichen kann.

Durch welche Option würdest Du mehr Verbundenheit, mehr Einssein erfahren?

In diesem Sinne:

Einen Fröhlichen Unabhängigkeitstag!

Bist Du bereit, heute ein helles Licht der Gewahrsamkeit auf den Pfad des Seins zu leuchten?

Alles Liebe,
Steffi

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