Angst vor Geistern?

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Hamburg am 03. August 2010

Jemand sagte einmal zu mir: „Ich weiß, auch Du hast Angst vor Geistern. Doch ich werde keiner sein.“ – Dann verschwand er wie ein Geist aus meinem Leben und wurde wie ein Geist für mich.

Habe ich Angst vor Geistern? Ich habe viele Geister gesehen. Geister der Vergangenheit. Geister der Zukunft. Angstgeister. Poltergeister. Erdgebundene-Seelen-Geister. Engelgeister. Visionsgeister. Ahnengeister. Unerlöste-Gefühle-Geister… Einige von ihnen können in der Tat beängstigend sein. Doch haben sie hier auf der Erde auch nicht viel Substanz. Sie erscheinen nicht sehr körperlich und somit fehlt es ihnen hier, für sich genommen, an Souveränität. Wir sind erst diejenigen, die ihnen hier Substanz geben, Körperlichkeit, Souveränität. Erst, wenn ich das tue, können mich die Geister beeinflussen. Tue ich das nicht, schenke ich ihnen keine Aufmerksamkeit, lasse ich sie außen vor, können sie mir nichts anhaben. Also gibt es auch nicht viel, wovor ich Angst haben müsste. Habe ich auch nicht. Nicht vor Geistern.

Jemand hat sich geirrt. Ich habe keine Angst vor Geistern. Vielmehr ängstigt mich oft das Verhalten von Menschen. Besonders von jenen, die nicht sehr bewusst handeln. Menschen geben den Dingen Substanz, sie machen es körperlich, was geschieht. Ist man dabei nicht achtsam, entstehen oft Verletzungen. Manche entstehen aus Versehen, manche werden als Kollateralschaden in Kauf genommen, manche werden absichtlich zugefügt. Das ängstigt mich oft. Ich habe dann Angst, überhaupt erst mein Herz zu öffnen.

Jemand anderes sagte einmal: „Angst ist keine Liebe. Angst ist das Gegenteil von Liebe.“ – Oft verletzen Menschen einander aus Angst heraus. Wenn nicht sogar immer.

Jemand anderes hat wahr gesprochen. Angst ist keine Liebe. Angst verursacht Schmerz und Verletzung. Und obwohl ich mich oft zu Tode ängstige, öffne ich doch immer wieder aufs Neue mein Herz für andere Menschen. Angst zu haben ist kein Grund, etwas nicht zu tun. Fehlender Mut hingegen ist ein Grund. Mir fehlt der Mut selten. Und wenn er mir fehlt, dann geht es mir schlecht. Kein Wunder, denn fehlt mir der Mut, bleibe ich in der Angst stecken. Ich bin dann nicht in der Liebe, lasse mich selbst nicht dorthin, und das tut weh. Ich verletze mich selbst damit. Meistens bin ich es, die anderen Mut zuspricht, ermutigt, der Liebe zu vertrauen. Dann, wenn mir wirklich einmal selbst der Mut fehlt, kommt meist jemand anderes und er-innert mich daran: Angst ist keine Liebe.

Was wählst Du: Angst oder Liebe?

Bist Du bereit, heute ein helles Licht der Gewahrsamkeit auf den Pfad des Seins zu leuchten?

Alles Liebe,
Steffi

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