Sommer-Impressionen Der Letzten Woche

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Letzte Woche war die Sonne so stark, dass ich den größten Teil des Tages drinnen bleiben musste. Lediglich am Morgen waren mir wenige Minuten auf dem Balkon möglich. Doch das war in Ordnung. Ich hatte dennoch eine inspirierende und kreative Zeit.

Abgesehen davon, dass ich über einige Themen nachdachte und meinen Blickwinkel auf einige Dinge änderte, was mir letztlich erlaubt, mich glücklicher zu fühlen und davon, ein bisschen zu schreiben, habe ich die unmittelbare Natur genossen, die mir zur Verfügung stand, sowie einige Lebensmittel für den späteren Teil des Jahres konserviert.

Auch wenn in diesem Jahr nicht ganz so viele verschiedene Wildblumen auf dem Balkon wachsen wie in den vergangenen Jahren, gibt es noch immer eine Menge zu entdecken…

Die Stockrosen, die wir letztes Jahr davor bewahrt haben, in den Müllcontainer zu wandern, blühen zum ersten Mal seit ihrem eher stressigen Umzug. Was für eine Freude!

Das Johanniskraut begann pünktlich zum Johannistag zu blühen und wird regelmäßig von drei Bienenarten besucht: Einer Hummel, einer Wildbiene und einer Honigbiene.

Die Bienen mögen auch die Blüten einer Distelart, die sich auf unserem Balkon selbst ausgesät hat und ich bin sicher, dass sie den Lavendel lieben werden. Herr Gundermann und ich unterhalten uns morgens immer noch, auch wenn er jetzt damit beschäftigt ist, Blätter statt Blüten wachsen zu lassen. Der Flachs hat dieses Jahr schöne Blüten gemacht und jetzt bildet er hauptsächlich Samenkapseln.

Nicht nur Bienen besuchen uns hier. Verschiedene Arten von Fliegen und Wespen kommen vorbei, darunter auch eine kleine Schwebfliege. Kürzlich wäre ich fast auf ein Tagpfauenauge getreten, das sich auf dem Boden vor der Balkontür niedergelassen hatte und mich glücklicherweise gerade noch rechtzeitig sah, um aus dem Weg zu flattern. Das muss ein beliebter Ort sein, denn erst in der Nacht zuvor war eine Spinne vom Balkon hereingekommen, die denselben Platz beanspruchte.  Wir stießen auf Ohrwürmer, was mich freut, denn dies bedeutet, dass wir auf dem Balkon gesunde Erde haben. Nachts besuchen uns verschiedene Arten von Nachtfaltern. Und dann sind da all die unterschiedlichen Singvögel. Im Frühling kam regelmäßig ein Rotkehlchen mit einem Schnabel voller Würmer vorbei, um eine Weile auf dem Balkongeländer zu rasten, bevor es weiter in den Pflaumenbaum im Innenhof zog, um seine Familie zu füttern. Eines Tages blinzelte ich gerade über das Geländer hinweg, als das Rotkehlchen direkt vor meinem Gesicht landete. Für einen Moment waren wir beide erschrocken, aber ich fühlte mich auch sehr gesegnet.

Da gerade die Saison für frisches Obst ist, genießen wir zurzeit eine Menge davon. Die Reste werden auch nicht verschwendet. Aus der Rinde einer Bio-Wassermelone, zum Beispiel, lassen sich leckere eingelegte “Senfgurken” herstellen.

Ein Teil der frischen Fülle wird auch für eine spätere Zeit im Jahr konserviert – auch wenn es nicht ganz so viel ist wie in den vergangenen Jahren. Am letzten Wochenende haben wir ein delikates Pflaumenmus gemacht.

All die Obstreste, einschließlich Bananenschalen und Apfel-Kerngehäusen, werden verwendet, um unseren eigenen Essig herzustellen. Bisher haben wir drei Partien angesetzt.

Zwischendurch machen wir natürlich Pausen, zum Beispiel bei einer ostfriesischen Teetied für die wir unsere eigene Kokossahne aus Kokosraspeln herstellen. Der Trester wird meist in Scones, Pfannkuchen oder Keksen verarbeitet – die perfekte Begleitung für einen Ostfriesentee.

Am Ende des Tages sehen wir manchmal am späten Abend ein wenig Abendrot von der untergehenden Sonne.

Wie genießt Du dieses Jahr Deinen Sommer? Oder, wenn Du in der südlichen Hemisphäre lebst, wie genießt Du Deinen Winter?

Bist Du bereit, heute ein helles Licht der Gewahrsamkeit auf dem Pfad des Seins zu leuchten?

Alles Liebe,
Steffi

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