#KBFMakingOf: Feiertagsvorbereitungen 2020

KBFMakingOf- Feiertagsvorbereitungen 2020 © Stefanie Neumann - #KBFPhotography

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Mit den Samhain-Feierlichkeiten, welche bis gestern andauerten, bewegen wir uns nun in die Winterfeiertage.

Bereits über das Jahr hinweg haben wir einige Leckereien für diese Zeit vorbereitet und haltbar gemacht. Davon möchte ich ein paar heute hier vorstellen.

Auch gibt es für uns dieses Jahr viel Neues zu entdecken, da ich festgestellt habe, dass es mir viel besser geht, wenn ich auf den Verzehr von Nachtschattengewächsen verzichte. Nicht nur, dass es mir auch schon früher besser gegangen wäre, hätte ich das gewusst, auch scheint meine physische Toleranz für dieses Lebensmittel in letzter Zeit stark nachgelassen zu haben.

Wenn überhaupt, gibt es Nachtschattengewächse für mich nur noch heiß in Öl gebraten und das auch nur ganz selten an Tagen, wo ich mich fit fühle. Also brauche ich auf meine Bratkartoffeln nicht ganz zu verzichten. Gekocht funktionieren sie für mich allerdings nicht mehr sehr gut. Ich habe gelesen, dass ein chemischer Prozess einsetzt, wenn man Nachtschattengewächse sehr heiß in Öl anbrät, der bei bestimmten Unveträglichkeiten hilfreich ist. Das ist vielleicht eine Erklärung. Wenn ich jedoch ohnehin schon durch körperliche Herausforderungen gehe oder bereits viel histaminreiche Nahrung, wie zum Beispiel Hülsenfrüchte, zu mir genommen habe, dann lasse ich es lieber ganz sein.

Eine weitere Ausnahme bei den Nachtschattengewächsen sind für mich lakto-fermentierte Kirschtomaten (in Salzlake fermentiert). Hier gilt das gleiche wie bei meinen Bratkartoffeln. Ich weiß in diesem Falle nicht, warum das so ist, aber es zählt, was funktioniert.

Zudem reduziere ich den Verzehr von Nährhefe gerade noch mehr, zwecks besserer Bekömmlichkeit und vermeide den übermäßigen Verzehr von stark glutenhaltigen Nahrungsmitteln. Letzteres kann ich zwar ganz gut vertragen – jedoch in Maßen statt in Masse und Seitanprodukte, die ja nun extrem viel Gluten enthalten, zusammen mit anderen “Trigger-Lebensmitteln” scheint nicht unbedingt immer die gesündeste Kombination für mich zu sein.

Kim darf natürlich essen, was er will und mag, hat aber festgestellt, dass es ihm auch besser geht, wenn er seine Ernährung zusammen mit mir umstellt, auch wenn es bei ihm jetzt keine extremen gesundheitlichen Beeinträchtigungen auslöst, so wie bei mir.

Zu den Feiertagen und bei unseren Lieblingsgerichten wollen wir natürlich sicher gehen, dass sie zu jeder Zeit ausgesprochen gut bekömmlich sind, wunderbar schmecken und uns exzellent mit Nahrung versorgen.

Also gibt es dieses Jahr zu Weihnachten keine Kartoffelklöße. … Was?! … Keine Kartoffelklöße?

Doch, nur eben Kürbis-Süßkartoffel-Klöße. Zu dem Zeitpunkt, da ich dies schreibe, ist bereits geplant, ein neues Rezept auszuprobieren. Und zwar dieses hier:

Kürbis-Süßkartoffel-Klöße

Der Probekloß ist uns beim Kochen komplett auseinander gefallen. Aus dem Rest haben wir Kroketten gemacht – allerdings mag ich dafür das Rezept für Süßkartoffel-Kroketten, welches weiter unten angegeben ist, lieber.

Später unternahmen wir einen zweiten Versuch (1/2 Rezept) mit folgenden Zutaten:

  • 250g Kürbis, im Ofen gebacken
  • 250g Süßkartoffel, im Ofen gebacken
  • 50g Teffmehl
  • 50g Dinkelmehl
  • Pfeffer und Salz nach Geschmack

Kürbis und Süßkartoffel haben wir im Ofen gebacken, gestampft und über Nacht auskühlen lassen. Am nächsten Tag fügten wir die Mehle hinzu sowie Pfeffer und Salz nach Geschmack. Dann formten wir Klöße und ließen diese in ganz leicht simmerndem Salzwasser ziehen, bis sie an die Oberfläche kamen. Das klappte gut und wir fanden es lecker.

Als Alternative ist zu diesem Zeitpunkt auch geplant, ein Rezept mit Pastinaken auszuprobieren:

Pastinaken-Klöße

Hier haben wir für einen ersten Versuch einige Anpassungen vorgenommen, so dass es für unsere Ernährung passt:

  • kein Speck
  • Chiasamen statt Flohsamenschalen (weil wir das immer im Haus haben)
  • Speisestärke oder Dinkelmehl statt Eigelb (1 EL Stärke oder Mehl pro Eigelb)
  • natives Kokosöl statt Butter und auch nur 40g statt 60g

Der Probekloß ist beim Kochen auseinander gefallen. Aus dem Rest haben wir dann Kroketten gemacht – das ging gut und hat uns auch richtig gut geschmeckt. Ohne Panade in Öl gebraten könnte das auch gut als Alternative für Schupfnudeln funktionieren.

Demnächst probieren wir es auch hier nochmal mit einer größeren Menge Dinkelmehl. Mal sehen, wie das wird. Das wäre dann auch eine super Klöße-Alternative für unseren Tempeh-Tafelspitz zu Imbolc im Frühling, denn da spielt die Farbe weiß eine wichtige Rolle.

Ein Rezept für Süßkartoffel-Kroketten haben wir bereits erfolgreich ausprobiert (sorry, es gibt keine Fotos) – inspiriert wurden wir von diesem hier:

Süßkartoffel-Kroketten

Auch hier nahmen wir ein paar Änderungen vor, um das Gericht unseren Bedürfnissen anzupassen:

  • wir verwendeten zunächst lediglich Süßkartoffeln mit einer Prise Muskatnuss (ohne Zwiebel und Koriander)
  • Teffmehl statt Mandelmehl
  • eine andere Panade

Die Kroketten haben uns sehr gut geschmeckt. Einen Teil haben wir nach dem Ausbacken eingefroren und später im Backofen aufgewärmt. Da schmeckten mir die Kroketten sogar noch besser. Die lassen sich also ganz prima vorbereiten.

Für die Panade ließen wir und übrigens von Koch’s Vegan inspirieren – daher haben wir auch unser kartoffelbasiertes Krokettenrezept:

vegane Kroketten

Unsere Anpassungen bei der Panade:

  • Dinkelmehl statt Lupinenmehl
  • meist verwenden wir wegen der geringen Menge das Kichererbsenmehl, wie angegeben – ganz triggerfrei geht alternativ sicher auch Teffmehl
  • statt Soja-Drink funktioniert auch andere Pflanzenmilch oder Wasser
  • wir geben 1 Prise Kurkuma in die flüssige Panade – ist gesund, schmeckt und sieht hübsch aus
  • statt Semmelbrösel verwenden wir gemahlene Haferflocken

Für unseren veganen Sauerbraten zu Weihnachten verwenden wir jetzt statt 500g Seitan 200g Tempeh und 300g ganze Rote Beete. Wir sind gespannt und freuen uns auf das Ergebnis.

Statt Tomaten-basiertem Chili sin Carne gibt es künftig Chili sin Carne Texas-Style.

Ja, und so tausche ich nach und nach die Zutaten aus und finde Alternativen für unsere Lieblingsgerichte. Es gibt sogar Rezepte für Nomato-Soße und Nomato-Ketchup. Die werden meist auf einer Basis von Roter Beete und Karotten hergestellt. Vielleicht finde ich auf dieser Basis ja auch eine Alternative für meinen geliebten Paprika-Eintopf mit Gurken, Tomaten und Paprika… Wurzelgemüse statt Tomaten und vielleicht funktioniert ja Stangensellerie als Alternative für Paprika. Die Gewürze bleiben gleich, nur dass ich das Paprikapulver jetzt lieber weglasse.

Natürlich gibt es auch ein paar Rezepte, die gleich geblieben sind. Zum Beispiel die Green-Bean-Casserole für das US-amerikanische Thanksgiving Ende diesen Monats:

Ein Link zum Rezept, welches uns inspiriert hat, sowie Hinweise auf unsere persönlichen Anpassungen finden sich in der Videobeschreibung – allerdings in englischer Sprache.

Auch haben wir letzten Monat bereits unseren Apfel-Rotkohl für Weihnachten vorgekocht:

Ein Link zum Rezept, welches uns inspiriert hat, sowie Hinweise auf unsere persönlichen Anpassungen finden sich auch hier in der Videobeschreibung – dieses Mal in deutscher Sprache.

Das ist also ein kleiner Vorgeschmack auf die dunkle Jahreszeit, welche, wie so vieles in diesem Jahr, ein wenig anders schmecken wird, als bisher – dafür aber an bitterem Beigeschmack verliert.

Was sind Deine Lieblingsgerichte zu besonderen Feiertagen? Hast Du auch Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten oder ernährst Du Dich auf eine bestimmte Weise? Welches Essen ist so richtig nach Deinem Geschmack?

Bist Du bereit, heute ein helles Licht der Gewahrsamkeit auf den Pfad des Seins zu leuchten?

Alles Liebe,
Steffi

 

 

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